19.09.2020 11:04 Uhr | von Sybille Schmidt

Überraschungen bei den TNB-Meisterschaften der Damen und Herren

Zwei Ungesetzte holen die Titel

Nils Visker überraschte die Konkurrenz.

Neila Trklja (TSC Göttingen) und Nils Visker (Spvg Haste) sind die TNB-Landesmeister des Sommers 2020. Und damit haben zwei Ungesetzte die Titel geholt. Zwei Teilnehmer, die wohl niemand auf der Liste der Favoriten hatte.

Zumindest vor dem Turnierstart beim Osnabrücker TC. Denn Nils Visker spielte vom Turnierstart ein dermaßen mitreißendes, aggressives und rasantes Tennis, dass er schnell zum Geheimfavoriten wurde. Spätestens nach dem deutlichen 6:3, 6:2 gegen seinen Mannschaftsgefährten Michael Pille, der zum Auftakt immerhin den an Nummer drei gesetzten Lasse Muscheites (Oldenburger TeV) besiegt hatte, war eines klar: Der 19-jährige Niederländer war in Osnabrück angetreten, um den etablierten Stars die Show zu stehlen.

Was ihm auch überzeugend gelang. Beim 6:4, 7:5 im Halbfinale gegen den an Nummer zwei eingestuften Luis Lentz (Bremer TV) spielte er nicht einmal sein bestes Tennis, dafür brillierte er im Finale gegen den topgesetzten Stefan Seifert (Oldenburger TeV). Der Serien-Landesmeister und Titelverteidiger war erwartet mühelos ins Endspiel eingezogen, gegen die schnellen Schläge Viskers fand er aber kein probates Mittel. Die Begegnung war das absolute Highlight der Veranstaltung, die Zuschauer staunten über die Schnelligkeit der Schläge und die Beweglichkeit der Kontrahenten. In allem war Visker aber einen Hauch besser. Mit 6:4, 6:2 sicherte er sich den Titel gegen einen Stefan Seifert, der an diesem Tag kein probates Mittel gegen seinen aufstrebenden Kontrahenten fand.

„Das Feld der Herren war fantastisch, sowohl in der Breite, als auch in der Spitze“, freute sich TNB-Vizepräsident Wettkampf-/Mannschaftssport Jörg Kutkowski. „Das Finale war der würdige Abschluss und ich freue mich über einen neuen Namen auf der Siegerliste“.

Neila Trklja nutzt ihre Chance Bei den Damen fehlte die Elite, zum Beispiel die Bundesligaspielerinnen des DTV, die parallel internationale Turniere spielten. Diese Chance nutzte Neila Trklja, die mit Leonie Müller (SVE Wiefelstede), Leonie Möller (Vorwärts Nordhorn) und im Halbfinale mit Jonna Schröder (TV Süd Bremen) gleich drei gesetzte Spielerinnen jeweils deutlich in zwei Sätzen vom Platz schoss.

Doch auch Josy Daems war bis zum Endspiel ihrer Rolle als Topgesetzte souverän gerecht geworden. Das Juniorinnen-Halbfinale gegen die noch ein Jahr jüngere Mailina Nedderhut dominierte die 14-Jährige souverän mit 6:1, 6:1.

Auch das Finale begann nach Plan, Daems ging mit 3:0 in Führung, als die wuchtigen Schläge Trkljas immer öfter einschlugen. Zwar ging der erste Durchgang mit 6:4 noch an die junge Favoritin, danach aber diktierte die 19-jährige Göttingerin das Match. Mit 6:1 und 10:5 im Match-Tiebreak erspielte sie sich ihren ersten großen Titel bei den Damen.

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