26.07.2021 08:21 Uhr | von Sybille Schmidt

Landesmeisterschaften der U 11

Ida Wobker und Maximilian Langguth sind die neuen Meister

Zwei Titel nach acht Stunden Mammuteinsatz: Maximilian Langguth. Foto: Sybille Schmidt

Acht Stunden. Ganze acht Stunden verbrachte Maximilian Langguth vom DTV Hannover am Finalsonntag der Landesmeisterschaften U 11 auf dem Tennisplatz. Dann war er Meister. Und zwar im Einzel und Doppel. Ein echter Kraftakt.

Jeweils 24 ambitionierte Nachwuchstalente bei den Juniorinnen und Junioren gingen bei diesen Titelkämpfen, die abgekoppelt von den Landesmeisterschaften der U 12 bis U 18 diese Woche stattfanden, beim Hildesheimer TC Rot-Weiß an den Start. „Das ist eine fantastische Anlage für solche Turniere“, dankte TNB-Vizepräsidentin Jugend, Andrea Kalbe, bei der Siegerehrung. Auch der Hildesheimer Oberbürgermeister und Schirmherr der Veranstaltung, Dr. Ingo Meyer, zeigte sich beeindruckt. „Ich bin begeistert von den Leistungen der jungen Spielerinnen und Spieler hier“, sagte er.

Grandioses Finale bei den Juniorinnen

Der Mammutleistung von Maximilian Langguth zum Trotz – der absolute Höhepunkt des Turniers war das Finale der Juniorinnen zwischen Ida Wobker (Osnabrücker TC) vor Victorija Cesonyte (TV Sparta 87 Nordhorn). „Ein solches Niveau habe ich in dieser Altersklasse noch nicht gesehen“, stellte Andrea Kalbe fest. Die Favoritin Wobker agierte durchgehend aggressiv und druckvoll, die zierliche und noch weitaus kleinere Cesonyte zeigte eine herausragende Verteidigungsleistung, ohne nur ansatzweise ins Defensive zu verfallen. Es gab rasante Ballwechsel mit immer wieder überraschenden Spielzügen, die das frühe technische Repertoire der beiden Talente aufzeigten. Dementsprechend zollten die Zuschauer nach dem 6:4, 7:5 für Wobker den Kontrahentinnen riesigen Applaus.

Die beiden Favoritinnen hatten sich zuvor ohne Probleme ins Finale gespielt, auch die Nummer drei und vier der Setzliste, Alexandra Schneider (Hildesheimer TV) und Sheyma Kallel (DTV Hannover), hatten in den Halbfinals keine Chance.

Im Doppel gab es schließlich den verdienten Titel für Cesonyte. Gemeinsam mit Alexandra Kamenev (DTV) Hannover) gewann sie das Finale gegen Onnen/Kruse mit 7:5, 6:4.

Kampfmaschine Maxi Langguth

Bei den Junioren ging es sehr viel ausgeglichener zu. Die Halbfinals zwischen dem topgesetzten Langguth gegen Emmanuel Tuffour (TG Hannover) und den Nummern drei und sieben, Noah Brockmann (Osnabrücker TC) und Raphael Weiß (TV Bierden), gingen über umkämpfte drei Sätze und dauerten annähernd drei Stunden.

Und auch das Finale zwischen Langguth und Brockmann ging noch einmal über die volle Distanz. Dabei war es der am Ende unterlegene Brockmann, der nach eine schlechten Start immer besser ins Spiel fand, mehr Druck machte als der Favorit, aber eben in den entscheidenden Momenten auch mehr Fehler. Langguth dagegen gelang es durchgehend, den Platz zu öffnen und sich unter Druck mit gelungenen defensiven Aktionen aus der Bedrängnis zu retten. Nach dem 6:2, 4:6, 6:3 gab es den befreienden Siegesschrei.

Doch damit war sein Einsatz noch nicht beendet. Im Doppel musste der Elfjährige noch Halbfinale und Finale bestreiten. An der Seite des Braunschweigers Luys Callin holte er sich erst am Sonntagabend im Endspiel den Titel gegen Emmanuel Tuffour/Yannick Ulrich mit 10:6, 10:6.

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