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Neu in der Ausbildung des TNB: Der Senior Coach

Pilotprojekt vom 27. - 29. November im LAZ

Es gibt einen neues Modul in der Trainer-Ausbildung des TNB: Vom 27.- 29. November wird im Landesausbildungszentrum in Bad Salzdetfurth erstmals ein Lehrgang unter dem Titel „Senior Coach“ durchgeführt. Ein dreitägiges Seminar, das sich direkt und speziell an Tennisspieler ab 50 Jahre wendet, die nebenberuflich oder ehrenamtlich in den Vereinen das Trainingsgeschehen unterstützen wollen. Zwar nicht mit einer offiziellen Lizenz, aber mit einem nach intensiven drei Tagen erworbenen Zertifikat.

Die Idee

„Es gibt einige Gründe, warum wir dieses neue Modul eingeführt haben“, erklärt TNB-Chefausbilder Immo Müller. „In den Vereinen gibt es durchaus eine Menge Damen und Herren, die zwar schon ewig Tennis spielen, sich aber dennoch immer mal wieder Input eines Trainers wünschen“, weiß er. Dieser Input solle aber möglichst von einem gleichaltrigen, nicht von einem 19- oder 20-Jährigen kommen. „Vor diesem großen Altersunterschied scheuen nicht Wenige zurück.“

Ein weiterer Grund ist das herrschende Durchschnittsalter in den TNB-Trainerausbildungen. Das liegt nämlich bei unter 20 Jahren - und ältere Traineraspiranten fühlen sich in dieser Gruppe hin und wieder deplatziert. Zudem gibt es oft im Vergleich mit den Jüngeren Zweifel an der eigenen Spielstärke. „Und zu Prüfungen haben 50-60-Jährige in der Regel auch keine Lust mehr“, berichtet Müller von den Feedbacks aus den Lehrgängen.

Das Ziel

In den Vereinen des TNB macht sich ein immer stärker werdender Mangel an nebenberuflichen oder ehrenamtlichen Trainern bemerkbar. „Studenten und Schüler arbeiten meist nur für einen kurzen Zeitraum, ehe sie sich auf den Abschluss konzentrieren oder in den Job gehen“, weiß Müller. In vielen Vereinen herrsche bei den Trainern eine extrem hohe Fluktuation, was keine vertrauensbildende Basis gibt.

Darum nun die Einführung des „Senior-Coach“. Die dreitägige Ausbildung soll Tennisspieler über 50 Jahre fitmachen, in den Vereinen ehrenamtlich oder nebenberuflich tätig zu sein. „In diesem Alter können in das Training sehr viele persönliche Erfahrungen und Kompetenzen einfließen und es stellt überdies für die Absolventen des Zertifikates eine neue Herausforderung dar. Ganz gleich, ob neben oder nach dem eigentlichen Berufsleben“, ist sich Müller sicher.

Die Ausbildung

Auf die Teilnehmer warten drei intensive Tage, in denen die Schulung der Vermittlungsfähigkeit im Vordergrund steht. „Die Anforderungen an Demonstrationstechniken und an die Spielfähigkeit sind im Vergleich zur C-Trainer-Lizenz deutlich heruntergeschraubt“, verspricht Müller. Dagegen soll die Methodik und Organisationsfähigkeit gestärkt, ebenso der Einsatz von Videos und den eigenen Soft Skills geschult werden. Wenn man halt keine Federer-Technik selbst präsentieren kann, dann eben über den Einsatz eines Videos.

Verzichtet wird auf Prüfungen jeglicher Art, aus diesem Grund gibt es auch keine klassische Trainer-Lizenz am Ende des Lehrganges, sondern ein Zertifikat. Das sollte jedoch ausreichen, um sich in den Vereinen des TNB erfolgreich zu engagieren.

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Bei Fragen wenden Sie sich in der Geschäftsstelle an Immo Müller, Tel.: 05063 9087-20, E-Mail: hans-immo.mueller@tnb-tennis.de