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TNB und Behindertensportverband Niedersachsen unterzeichnen Kooperationsvertrag

Inklusion wird verstärkt in niedersächsische Vereine getragen

Der Tennisverband Niedersachsen-Bremen (TNB) und der Behindertensportverband Niedersachsen (BSN) planen einen Teil der sportlichen Zukunft von nun an gemeinsam. In der stimmungsvollen Atmosphäre des Langerfeldt-Hauses in Braunschweig, inmitten der Ausstellung zur 25-jährigen Auflage des ATP-Tennisturniers Sparkassen OPEN, unterzeichneten die beiden Präsidenten Gottfried Schumann (TNB) und Karl Finke (BSN) einen Kooperationsvertrag.

Ziel der Vereinbarung ist, das Thema Inklusion künftig verstärkt in die niedersächsischen Tennisvereine zu tragen, sie für die Thematik der Barrierefreiheit zu sensibilisieren und vor allem Berührungsängste abzubauen. „Unsere Aufgabe ist es, die Vereine zu beraten und zu verdeutlichen, dass Nicht-Behinderte und Behinderte gemeinsam Tennis spielen können“, erklärt TNB-Präsident Gottfried Schumann.

Der TNB hat sich für dieses Vorhaben bestens präpariert: Ein Inklusionsmobil mit Materialien und Informationen wird durch das Land reisen, das Thema wurde bereits in die Trainerausbildung integriert und Personal steht zur Beratung bereit. „Die Aktion Mensch hat uns zudem ein hohes Budget für die Umsetzung aller Maßnahmen zur Verfügung gestellt“, verrät Schumann, dessen Verband bereits im Leistungssport inklusiv agiert. Mit Deutschlands Nummer eins, Sabine Ellerbrock, und Anthony Dittmar, der ebenfalls zur nationalen Spitze zählt, trainieren zwei Rollstuhltennisspieler an der TennisBase Hannover im Bundesstützpunkt. Dittmar absolviert zudem eine Ausbildung im TNB. „Wir müssen auf die Nichtbehinderten zugehen“, weiß er.

„Ich bin sehr glücklich über die Initiative des TNB“, sagt auch Karl Finke als Präsident des BSN. Seine Devise lautet „Mitmachen – mitbestimmen – mitentscheiden“ und er betont, dass Menschen mit Behinderung mündig seien und er ihnen den Mut geben möchte, Sport zu treiben. „Ich weiß, dass die Führungsspitze im TNB keinerlei Berührungsängste hat, diese Einstellung muss nun ins Land getragen werden.“

Die Vertragsunterzeichnung im Rahmen der Ausstellung zum ATP Challenger Sparkassen Open (05. – 14. Juni beim Braunschweiger THC) durchzuführen, war besonders Schumann ein großes Anliegen. Dieses Turnier ist unser Leuchtturm in der Turnierlandschaft“, betont er. Das inzwischen fünfmal zum besten Challenger der Welt ausgezeichnete Turnier sei wichtig für die Nachwuchsspieler des Bundesstützpunktes Hannover. Auch Nicolas Kiefer, der ehemalige Weltranglistenvierte ist heute als Berater der TennisBase Hannover tätig, bestätigt, dass die Sparkassen OPEN zu den großen Motivationsgedanken der jungen Spieler gehöre. „Sie haben gesehen, was mit einem Alexander Zverev, der hier 2014 spielte und gewann, passiert ist. Hier können sie einordnen, wo sie stehen“, erklärt er.

Harald Tenzer betonte als Turnierchef der Sparkassen OPEN die gesteigerte Intensität der Partnerschaft zwischen dem Turnier und dem Tennisverband Niedersachsen-Bremen. „Auch wir gehen gemeinsam in die Zukunft“, sagt er.