1. TNB eTennis Open powered by Tennis-Point

Premiere in Bad Salzdetfurth. Am 27. Juni finden im Landesausbildungszentrum die 1. TNB eTennis Open powered by Tennis-Point statt. Gespielt wird das Spiel AO international in Teams nach dem Schweizer System. Die Teams bestehen aus einem eTennis-Spieler sowie einem weiblichen und einem männlichen Tennisspieler. Gespielt also ein Einzel an der Konsole und ein Mixed auf dem Tennisplatz.

Die Ausgangslage
Unter virtuellen Sportarten wird die Überführung von Sportarten in die virtuelle Welt verstanden. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) erkennt dabei, dass diese neue Form der Sportarten „neue und moderne Möglichkeiten für die Entwicklung von Sportarten in den Verbänden“ öffnet. Dabei wird allerdings ausdrücklich unterstrichen, dass Spieler nicht über eine „eSport-Abteilung“ gemeldet werden sollen, sondern über die reale Sportart. So gilt also ein eTennis-Spieler als Tennisspieler, ein eSoccer-Spieler als Fußballer.

Auch der TNB betrachtet eTennis als virtuelle Sportart. Die Positionierung, dass eTennis in die Strukturen von Tennis integriert werden sollen, teilt der TNB mit dem Deutschen Olympischen Sportbund. Damit gilt, dass eTennis den sportlichen Wettkampf in Tennis-Simulatoren an Spielekonsolen (PlayStation) bezeichnet. Der TNB spricht sich daher für eine klare Trennung der Begrifflichkeiten (eTennis und eSport) aus, da unter eSport auch Spiele und Genres wie Ego-Shooter oder Echtzeit-Strategiespiele, zusammengefasst werden. Diese stellen für den TNB keine relevanten Inhalte dar und werden dementsprechend abgelehnt. „Der TNB fördert keine Spiele, bei denen mit etwas anderem als Schläger und Ball gespielt wird, egal ob virtuell oder analog“, betont Packeiser.

Kombination aus virtuellem und realem Spiel
Natürlich wird bei dem Turnier nicht das reale Tennis durch ein Spiel an der Konsole ersetzt, sondern es ist eine Kombination aus virtuellem und realem Spiel. Ein Spieler spielt an der Konsole, zwei weitere spielen ein Mixed auf dem Platz. Dadurch wird die Offenheit des TNB hinsichtlich des eTennis deutlich, es wird aber ebenso signalisiert, dass das reale Spiel auf dem Platz keineswegs an Bedeutung verliert. Weiterer Vorteil: Sportler, welche sich nur an der Konsole wohl fühlen, werden dadurch nicht ausgeschlossen oder benachteiligt.

Der komplette Tag wird per Livestream via YouTube übertragen – auch eine Premiere.

Besonders wichtig: Am Turniertag und bereits im Vorfeld arbeitet der TNB mit einem Medienpädagogen zusammen. „Wir wissen ja genau, dass es kritische Stimmen geben wird. Und wir möchten unterstreichen, dass wir uns auch mit der kritischen Seite des Spielens an der Konsole durchaus auseinandersetzen“, betont Packeiser.

Der Modus

Gespielt wird das Spiel AO international in Teams nach dem Schweizer System, das jedem Team eine gewisse Anzahl Spielen – auch nach einer Auftaktniederlage - garantiert. Jedes Team, also auch jeder Spieler hat mindestens drei Spiele. Zudem sind die Gegner meist gleichstark und die Möglichkeit des Erreichens der Endrunde besteht auch nach zwei verlorenen Spielen.

Die Teams, bestehend aus eTennis-Spieler sowie einemr weiblichen und einem männlichen Tennisspieler, die auf dem realen Tennisplatz ein Mixed austragen, können das komplette Match nur gemeinsam gewinnen. Es könnte also auch zu einem Rechenexempel kommen, denn gewinnt der eTennis-Spieler und das Mixed verliert, wird nach gewonnen Spielen entschieden. Bei Gleichstand wird ein Entscheidungssatz gespielt. Hier entscheidet das Los, ob dieser auf dem Platz oder an der Konsole gespielt wird.

Die Teilnahmebedingungen finden Sie hier.

Zum Anmeldeformular geht es hier.